Geboren wurde ich 1947 in Aplerbeck, einem Vorort von Dortmund. Von der Herkunft bin ich zu drei Vierteln ein Westfale mit Wurzeln am Hellweg zwischen Dortmund und Soest und im märkischen Sauerland, zu einem Viertel stammen meine Vorfahren aus der Neumark und der ehemaligen Provinz Posen, Gebieten östlich der Oder, die heute zu Polen gehören. Mein Geburtsort war das Balkonzimmer zum Garten in der Wohnung meiner Großeltern Haake im Sölder Kirchweg 92, erster Stock. Meine Mutter war zur Entbindung zu ihren Eltern gegangen, weil sie und mein Vater zu diesem Zeitpunkt nur ein Zimmer in der Wohnung meiner Urgroßeltern Wünderich in der Ruinenstraße 37a bewohnten. Diese befand sich im heute abgerissenen Anbau der romanischen Georgskirche, die damals - ihrem Zustand entsprechend - allgemein als die "Ruine" bezeichnet wurde. Der Anbau wurde Michaelsbau genannt und beherbergte zwei oder drei Wohnungen und im Erdgeschoss den Gemeindesaal.
Aufgewachsen bin ich als Ältester von acht Geschwistern im grünen Dortmunder Süden, beiderseits der Stadtgrenze zu Herdecke/Ruhr, ab 1950 in Kruckel und ab 1956 auf dem Ahlenberg. 1961 zogen wir, da mein Vater dort Prokurist der Lötkolben- und Lötbäderfabrik ERSA geworden war, in die wunderschöne, romantische Stadt Wertheim, die im badischen Frankenland liegt, am Zusammenfluss von Tauber und Main.
Von Beruf bin ich Redakteur. Angefangen habe ich nach Abitur (1966) und Studium 1970 mit einem Volontariat und ersten Berufsjahren bei den Ruhr-Nachrichten in Dortmund mit den Schwerpunkten Politik und Lokales. Dann folgten 17 Jahre bei der Main-Post in Würzburg, fast ausschließlich in der Politischen Redaktion. Mein jetziger Arbeitsplatz ist die Redaktion der Wertheimer Zeitung, die ich seit 1990 leite. Diese über 230 Jahre alte Zeitung gehört seit mehr als 50 Jahren zum Verlag des Main-Echos in Aschaffenburg und ist heute dessen Lokalausgabe Wertheim.