Wertheim ist nicht nur eine alte Stadt, deren erste Erwähnung auf das 8. Jahrhundert zurückgeht, sondern es ist auch eine besonders schöne Stadt, gelegen an den beiden Flüssen Main und Tauber im Herzen des fränkischen Landes - voller Geschichte, voller Kultur, voller Romantik.
Blick auf die Wertheimer Altstadt auf der Landzunge zwischen Main und
Tauber
Foto: László Ertl
Seit dem Mittelalter war Wertheim Residenzstadt der gleichnamigen Grafschaft, die sich bis 1806 auf beiden Seiten des Maines erstreckte. Erst Napoleon machte den Fluß willkürlich zur Grenze. Die zum Spessart gehörenden Teile der Grafschaft wurden bayerisch, der größere Teil mit der Stadt Wertheim badisch. Bis heute ist der Main Landesgrenze geblieben, nun zwischen Baden-Württemberg und Bayern, und bis heute ist Wertheims Entwicklung durch die unnatürliche Teilung des Umlandes gehemmt.
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Stadt wieder einen großen wirtschaftlichen Aufschwung. Tausende von Heimatvertriebenen aus Ungarn, dem Sudetenland, der Slowakei, Schlesien fanden hier eine neue Heimat. Für Arbeit und Brot sorgten viele Glasbetriebe, die vor allem von Thüringern aus der Umgebung von Ilmenau aufgebaut wurden, die der damaligen Sowjetischen Besatzungszone den Rücken gekehrt hatten.
Inzwischen gibt es eine vielseitige Industrie in Wertheim, vertreten sind neben dem Glas beispielsweise die Sparten Chemie, Maschinen- und Anlagenbau, Vakuumtechnik, Elektrotechnik. Und vor eine neue Herausforderung wird die Große Kreisstadt Wertheim durch den Zustrom deutschstämmiger Aussiedler aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion gestellt, der - bei herrschendem Mangel an Arbeitsplätzen - weiter anhält.
Die mächtige Burgruine bewacht die Altstadt von Wertheim.
Foto: Gerhard Krämer
Seit langem wird die Entwicklung Wertheims von unserer Zeitung begleitet. Als am Samstag, 21. März 1772, der Wertheimer Buchdrucker Heinrich Valentin Nehr die erste Nummer der "Wertheimer wöchentlichen Anzeigen und Nachrichten zum Nutzen und Vergnügen des Publici" herausgab, da begann die Geschichte der "Wertheimer Zeitung" - oder einfach der "WZ", wie sie im Sprachgebrauch heißt. Seit über 225 Jahren berichtet sie aus Wertheim und Umgebung, von beiden Seiten der Main-Grenze.
Ein Rundgang durch die Stadt Wertheim führt zu einer Reihe von Sehenswürdigkeiten:
Burg auf dem Schloßberg Rathaus in der ehemaligen
fürstlichen Hofhaltung
Grafschaftsmuseum
im ehemaligen Rathaus Glasmuseum
Kittsteintor mit Partie
an der Tauber Evangelische Stiftskirche Kilianskapelle
Partnerschaftliche Beziehungen unterhalten die Wertheimer zu den Bürgern mehrerer Partnerstädte in Europa:
Salon-de-Provence in Südfrankreich
Huntingdon und Godmanchester in England
Szentendre und Csobánka in Ungarn
Freundschaftliche Beziehungen pflegt Wertheim außerdem zu
Gubbio in Italien